Hattuša Survey

Suche nach der verlorenen Architektur


Methode


Auf Kesikkaya-West bei der Aufnahme des Südhanges.

Ausgehend vom topografischen Plan von P. Birk wird die zu untersuchende Gesamtfläche in das lokale Meßnetz mit 10m² Arealen unterteilt. Diese werden zunächst im Maßstab 1:50 vom Team aufgenommen. Diese Plana werden dann in den nächsten Schritten weiterverarbeitet:

  1. Alle Plana werden für das GIS soweit nötig durch ein speziell entwickeltes Software-Verfahren von etwaigen Verzerrungen befreit und automatisch in den Gesamtplan eingehängt.
  2. Die Felsformationen werden auf dem durch P. Neve begonnen System basierend fortlaufend numeriert.
  3. Parallel dazu wird die untersuchte Fläche auf Kopien der Plana nivelliert. Die Höhenwerte davon ausgehend ebenfalls in das GIS übertragen.
  4. Die verschiedenen Formen der Abarbeitungen, Werksteine und Bruchsteine mit Arbeitspuren werden im Feld mit mittels Farbcode markiert und katalogisiert.
  5. Von dieser Vorlage ausgehend werden diese Daten im GIS digitalisiert und in die Datenbank eingebracht. Deutlich erkennbare Mauerreste werden in der Nachbearbeitung ebenfalls digitalisiert.
  6. Von Reihard Dittmann werden die Plana einzeln umgezeichnet, damit ein einheitlicher Gesamtplan aus einer Hand entsteht. Diese Plana werden ebenfalls auf den Birk’schen topografischen Plan georeferenziert.

Zur Erstellung der Pläne von Kesikkaya-Ost wurden selbst erstellte Luftbilder mittels Bodenkontrollpunkten weitestmöglich entzerrt und georeferenziert. Gemeinsam mit den Kontrollpunkten konnte so auf höchst effizeinte Weise eine sehr detaillierte Karte der Felsenoberfläche erstellt werden. Die ebenfalls ansonsten wie alle anderen Plana auch weiterverarbeitet wurde.

Neben der reinen Planaufnahme wird die Oberflächenkeramik gesammelt und ausgewertet.

Sämtliche Werksteine und Bruchsteine mit Arbeitsspuren werden neben der in situ Doumentation in den Plänen nochmals als in allen erreichbaren Ansichten im Maßstab 1:20 aufgenommen

Schließlich wird mittels weiterer Luftbilder und herkömmlichen photographischen Aufnahmen eine zusätzliche Dokumentation vorgenommen.

Schließlich wird auf Basis von erstellten Karten der Versuch unternommen die mangels Stratigraphie sich überlagernden Mauern und die Felsabarbeitungn in Kontexte zueinander zu setzen und einzelne Strukturen heruaszufiltern.