Suche nach der verlorenen Architektur

Die Besiedlungsgeschichte reicht aber bis ins 5. vor allem aber 4. Jt. v. Chr. zurück, in die sogenannte Chalkolithische Periode („Kupfersteinzeit“), als der Ort erstmals besiedelt wurde. Zwei weitere kleine Ansiedlungen dieser Zeit: Yarıkkaya und Çamlıbel Tarlası sind aus der näheren Umgebung bekannt.
Aus der folgenden Frühbronzezeit ist aus dem Stadtgebiet des späteren Hattuša nur die Endphase am Übergang vom 3. zum 2. Jt. V. Chr. zu fassen.
Besser bezeugt ist die Zeit der Handelsaktivitäten altassyrischer Kaufleute aus der assyrischen Hauptstadt Assur, im Nordirak gelegen, mit Zentralanatolien um 2000-1700 v. Chr., nach dem Hauptzentrum dieses Handels Karum Kaniš (heutige Kültepe) auch als Karum-Zeit bekannt. Aus dieser Zeit sind auch die ersten hethitischen Namen bezeugt, die der bisher ältesten bezeugten indoeuropäischen Sprache in Altvorderasien angehörten.
Diese frühen Hethiter bildeten, ebenso wie die zeitgleiche hattische Urbevölkerung, zu dieser Zeit kleine miteinander konkurrierende Fürstentümer.
Nach dem durch interne, externe und wahrscheinlich ökologische Faktoren bedingten Zusammenbruch des Reiches, verlor die Siedlung in der Früheisenzeit zunächst an Bedeutung, blieb aber durchgehend bestehen.
Erst ab dem 8. Jh. bis ca 700 v. Chr. erholte sich der Ort, fiel aber bald wieder in die Bedeutungslosigkeit zurück.
Die folgenden Jahrhunderte hielt dieser Zustand an und erst mit einem eingewanderten keltischen Stamm, der Galater bestand hier ab dem 3. Jh. v. Chr. wieder eine dörfliche Siedlung. Es folgte die römische Herrschaft ab 25. v. Chr. Ḫattuša wurde zu dieser Zeit als Steinbruch genutzt.
Erst mit mittelbyzantinischer Zeit, ab dem 10.-11. Jh. n. Chr. wurde der Ort wieder besiedelt Eine kleine Kapelle und Häuser in der Oberstadt zeugen von einer gewissen Bedeutung des Ortes. In der Unterstadt laufen derzeit weitere Untersuchungen zur Ausdehnung der byzantinischen Siedlung.
Das türkische Dorf Boğazköy, später umbenannt in Boğazkale, wurde im 18. Jh. begründet.
Mehr über Ḫattuša finden sie hier, auf den Webseiten der Ausgrabung..